Sakramente

Taufe – Es ist gut, dass es dich gibt

Noch bevor der Mensch irgendetwas geleistet hat, spricht Gott schon sein bedingungsloses Ja zu ihm: Gott nimmt jeden Menschen an und liebt ihn. Äusseres Zeichen dafür ist die Taufe.
Durch die Taufe wird gesagt: «Es ist gut, dass es dich gibt. Sei im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes willkommen auf Erden.»
Die Geburt eines Kindes stellt Eltern vor die Frage, wie das Kind erzogen werden soll. Die Taufe bezeugt: Das Kind wird christliche Grundwerte mit auf den Weg bekommen. Zudem vertrauen Eltern ihr Kind dem Segen Gottes an.
Die Taufe ist gleichzeitig die Aufnahme in die Gemeinschaft der Glaubenden in der katholischen Kirche. Die katholische und die reformierten Kirchen anerkennen die Taufe gegenseitig.

Möchten Sie, dass Ihr Kind getauft wird?

Vorgehen bei Reservation für eine Taufe von Pfarreiangehörigen:

Bitte schreiben Sie uns ein E-Mail: sekretariat@rkk-arlesheim.ch oder rufen Sie uns an: Tel. 061 706 86 51 (Sekretariat), Tel. 061 706 86 50 (Pfarrer A. Pasalidi) und teilen Sie uns das gewünschte Datum mit der genauen Zeitangabe mit.

Bitte beachten Sie, dass einer der beiden Paten/Patin katholisch sein muss.

Reservation für eine Taufe im Dom von nicht Angehörigen unserer Seelsorgeeinheit:

Falls das Datum noch frei ist, nehmen Sie Kontakt mit Ihrem katholischen Seelsorger Ihrer Wohnpfarrei auf, ob er die Taufe im Dom durchführt. Die Gebühren für Auswärtige betragen CHF 375.00.


Erstkommunion – Du bist eingeladen

Die Feier der Erstkommunion ist ein grosser Festtag. Die Kinder der dritten Klasse sind zum ersten Mal eingeladen, am Altar das Heilige Brot zu empfangen. Im Gottesdienst erinnern wir uns an das letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern gefeiert hat. Er hat uns aufgetragen, immer wieder zusammenzukommen und an ihn zu denken, indem wir Brot und Wein teilen. Wir glauben daran, dass Jesus wirklich und leibhaftig in Brot und Wein anwesend ist und wir ihn im Herzen empfangen können. Das klingt geheimnisvoll – darum nennen wir das auch «Geheimnis unseres Glaubens».

Die Kinder werden an sogenannten Modulsamstagen auf dieses grosse Fest vorbereitet. Auch die Eltern und/oder Paten werden in die Vorbereitung einbezogen.

Wenn Ihr Kind eine auswärtige oder private Schule besucht, melden Sie sich bitte spätestens im September des Vorjahres im Pfarramt Ihrer Pfarrei.

Nach der feierlichen Erst-Kommunion sind die Kinder bei jedem Gottesdienst eingeladen, an der Tischgemeinschaft mit Jesus Christus teilzunehmen. Sie können sich dann auch zum Ministranten-Dienst melden.


Beichte/Versöhnung – Einen neuen Anfang wagen

Niemand macht alles richtig. Wir wissen und spüren, dass wir andere Menschen mit unseren Gedanken und durch unser Handeln verletzen können, dass wir uns im kleinen und grossen Massstab ungerecht und lieblos verhalten.

Zeichen der Versöhnung setzen

Die Vergebung und die Kraft für eine versöhnte Zukunft wird in Worten und Zeichen zugesagt. Christinnen und Christen empfangen das Sakrament der Versöhnung als Einzelpersonen in der Beichte. In einer Buss- und Versöhnungsfeier für die Pfarrei ist eine gemeinschaftliche Absolution (= Erlösung, Vergebung) sakramental nicht möglich. In beiden Formen bekennen Glaubende zunächst ihr Versagen und erfahren zugleich, dass Gott die Chance zu einem Neuanfang schenkt.

Für Erwachsene besteht regelmässig die Möglichkeit, das Sakrament der Versöhnung zu empfangen:

  • in der Beichte als Einzelperson (bitte melden Sie sich bei den Pfarrämtern)
  • in einer Buss- und Versöhnungsfeier (diese feiern wir jeweils vor Weihnachten und Ostern in den Pfarreien)

Versöhnung/Beichte für Kinder

Kinder werden in der vierten Klasse auf die Versöhnung/Beichte vorbereitet. Sie gehen mit einer Begleitperson auf den Versöhnungsweg und machen sich Gedanken, wo ihre Stärken liegen und wo sie Stolpersteine im Alltag sehen. Die Kinder denken über ihr Leben nach und sehen, was gut ist und was ihnen bereits gelingt. So erfahren sie den Zuspruch von Gott, der ihnen in der Versöhnung/Beichte zugesagt wird: Es gibt immer wieder eine neue Chance zu einem Neuanfang.


Firmung – Als Christ/Christin mündig werden

Für die Taufe entscheiden sich in unserem Kulturkreis in der Regel die Eltern eines Kindes. Mit der Firmung erhalten Jugendliche die Möglichkeit, sich aus eigenen Stücken zum christlichen Glauben zu bekennen.

Die Firmung steht für ein Christsein, bei dem Mitreden, Mittragen und Verantwortung übernehmen gefragt ist. Darum werden Jugendliche im 17. Lebensjahr (10. Schuljahr) zu diesem Fest und zu seiner Vorbereitung eingeladen. Sie setzen sich gemeinsam mit aktuellen Fragen aus ihrem Leben und in der Welt auseinander und diskutieren, welche Bedeutung christliche Werte dabei haben. Sie lernen verschiedene Formen christlichen Engagements kennen.

Die Firmung ist einer der drei Schritte (Taufe, Eucharistie, Firmung) zur vollen Eingliederung in die katholische Kirche. Gott erneuert sein Ja zu diesem Menschen, den er bereits in der Taufe ins Herz geschlossen hat. Die Firmung wird dadurch zu einem Moment grösster Gottesnähe.

Für mehr Informationen kontaktieren Sie unsere Verantwortliche Melanie Fuchs.


Ehe / Partnerschaft

Sich gegenseitig trauen

einander trauen
sich trauen
Gott vertrauen!

Am Anfang ist die Liebe zwischen zwei Menschen. Sie lebt von der lebendigen Beziehung der beiden Persönlichkeiten, ihren Träumen und Wünschen, Lebensplänen und -geschichten, ihrer Fähigkeit, aufeinander einzugehen, einander zu respektieren und zu vertrauen. Das Wagnis des gemeinsamen Weges ist gross.

Für das Wachsen der Beziehung zwischen zwei Menschen ist es wichtig, dass Fragen nach der Zukunft und der Gestaltung des Zusammenlebens gestellt und geklärt werden. Solche Gedanken und Gespräche gehören in das Umfeld der kirchlichen Trauung. Paare sollten sich bei dieser Entscheidung genügend Zeit nehmen. Die Entscheidung für die Ehe zeugt von gegenseitigem Vertrauen.

Menschliche Beziehungen sind brüchig und gefährdet. Das machen scheiternde Partnerschaften immer wieder bewusst. Der Satz aus dem Trauversprechen «Ja, mit Gottes Hilfe» ist keine Garantie für ein problemloses Zusammenleben. Aber in ihm steckt die Verheissung, dass es gelingen kann, auch Krisensituationen gemeinsam zu verarbeiten und zu bewältigen. Gottes Zusage gilt für gute und schwierige Tage.

Die Liebe ist ein Geschenk Gottes. Bei der kirchlichen Trauung wird dies symbolisch sichtbar und erfahrbar. Die Menschen erhalten ihren Wert nicht durch ihre Leistung, sondern durch ihre individuelle Persönlichkeit und ihr Angenommensein von Gott.

Nehmen Sie möglichst frühzeitig, mindestens sechs Monate vor der kirchlichen Trauung, Kontakt mit Ihrer Pfarrei auf. Auch wenn Sie ein Ihnen bekannter Priester traut, müssen Sie sich bei der Pfarrei des Wohnortes der Partnerin bzw. des Partners melden. Dort werden Sie kompetent beraten und die nötigen Dokumente werden mit Ihnen zusammen ausgefüllt.

Heiraten im Dom >
Gesuchsformular (PDF) >


Weihe – zu einem besonderen Amt berufen

Das Sakrament der Weihe wird für die drei kirchlichen Amtsstufen Diakon, Priester und Bischof gespendet. Die Weihe ist eng mit diesen „Ämtern“ in der Kirche verbunden. Nach katholischem Verständnis wird dadurch die Sendung gewahrt, die Jesus Christus seinen Aposteln anvertraut hat. Die Amtsträger erhalten ihre Legitimation aber nicht allein durch die Übereinstimmung ihres Glaubens mit den Jüngern Jesu, sondern auch durch die geschichtliche Herleitung der Verbundenheit mit ihnen. Auf allen drei Weihestufen wird das Sakrament innerhalb einer Eucharistiefeier durch die schweigende Handauflegung eines oder mehrerer Amtsträger und durch das Weihegebet gespendet. Neben der Salbung mit Chrisam bei der Bischofs- oder Priesterweihe kommen weitere Symbole hinzu:

  • beim Diakon das Überreichen des Evangeliars
  • beim Priester die Überreichung von Brot und Wein für die Eucharistiefeier
  • beim Bischof die Überreichung des Evangeliars und der Insignien

Die Spendung des Weihesakraments ist dem Bischofsamt vorbehalten.


Krankensalbung – Zuspruch und Stärkung erfahren

Wünschen Sie die Krankensalbung für sich selbst oder für eine/n Angehörige/n durch einen Priester dann melden Sie sich bitte beim Pfarramt Arlesheim.
Die Krankensalbung ist ein eigenes Zeichen der Nähe Gottes zur Stärkung der Kranken.

Das Erleben von Krankheit, Leid und Belastungen gehört zu den Grunderfahrungen menschlichen Lebens. Oft ruft eine Krankheit Ungewissheit und Ängste hervor. Gerade in solchen Situationen dürfen und sollen wir uns an Gott wenden, um getröstet und gestärkt zu werden. Krankheit berührt den Menschen körperlich, seelisch und geistig. Sie mindert Aktivität und Lebenslust, durchkreuzt Pläne und kann einsam machen. Oft sind Krankheiten mit Schmerzen verbunden und machen uns die eigene Hinfälligkeit und Sterblichkeit bewusst.

Die Krankensalbung wird nicht nur in äusserster Lebensgefahr gespendet, sondern auch bei schwerer Erkrankung, einer bevorstehenden Operation oder bei Altersschwäche. Die Krankensalbung kann im Laufe des Lebens auch mehrmals empfangen werden. Sie bewirkt Stärkung, Beruhigung und Ermutigung!

Krankenkommunion

Falls Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sind, an der Feier der Heiligen Messe teilzunehmen, besteht die Möglichkeit, dass Ihnen eine Seelsorgerin oder ein Seelsorger die Heilige Kommunion nach Hause bringt. Nehmen Sie hierfür mit dem Pfarramt Arlesheim oder mit dem Pfarramt Münchenstein Kontakt auf.

Römisch-katholische Kirchgemeinde Arlesheim

Domplatz 10 | 4144 Arlesheim
Tel. 061 706 86 51
sekretariat@rkk-arlesheim.ch